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HEINSOHN-These

 

Mail von Gunnar Heinsohn vom 12.02.2015

 

Aufgrund von Nachfragen zum aktuellen Stand des Urhebers soll die ab  
Oktober 2013 vertretene "Heinsohn-These" hier kurz skizziert werden.  
In den zwischen April 2011 und September 2013 publizierten Texten  
(Zeitensprünge, PDFs und WIE VIELE JAHRE HAT DAS ERSTE JAHRTAUSEND?)  
fehlt noch die Einstufung des Frühmittelalters als Teil der römischen  
Antike. Die erfolgt erst in den auf q-mag.org. publizierten Texten.  
Den heutigen Stand meiner These will ich folgendermaßen umreissen:

 

Antike, Spätantike und Frühmittelalter verlaufen stratigraphisch  
gleichzeitig als regional unterschiedliche Aspekte der gut 230 Jahre  
währenden Periode der Römischen Kaiserzeit. Antike, Spätantike und  
Frühmittelalter gehen deshalb im frühen 10. Jh. gemeinsam direkt über  
in die archäologischen Schichten des Hochmittelalters, das sich vom  
Vorhergehenden deshalb so tiefgreifend unterscheidet, weil eine  
Mega-Katastrophe - mit textlichen Belegen und/oder archäologischen  
Befunden für alle drei Regionen - die römische Zivilisation  
ausgelöscht und die Primitivismen am Beginn des Hochmittelalters  
bewirkt hat.

Während für Antike und Spätantike viele Passagen der historischen  
Erzählungen aus den gleichzeitigen Blöcken "1-230er" und "290-520er"  
dieselben Vorgänge oftmals 1:1 beschreiben (Jan Beauforts parallele  
Kaisertabelle bleibt dabei eine Leitlinie, ist womöglich aber nicht  
das letzte Wort), können die für 700-930 in den Lehrbüchern stehenden  
Erzählungen
n i c h t  wie eine deckungsgleiche Folie über die 1-230er=290er-520er  
Erzählungen gelegt werden. Was für ca. 520 bis ca. 930 in den  
Lehrbüchern steht, enthält zwar ebenfalls Wiederholungen von Stoffen  
aus dem 1-230er=290er-520er Material. Die aber fügen sich nur partiell  
derselben chronologischen Taktung. Für das 520er-930er Material ist  
also noch am meisten Zuordnungsarbeit zum jeweiligen Primärstoff zu  
leisten.

 

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Letzte Bearbeitung dieser Seite: 11.01.2016

 

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